Payatas

Den Kindern auf den Payatas begegnen

Payatas ist der „neue“ Ausdruck für das Gebiet um und an den Smoky Mountains, also den Müllbergen am Rand der Stadt. Egal wie häufig man sich die Beschreibungen in unseren Blogs durchliest.... nichts kann dem Anblick gerecht werden, wenn man in diesen Stadtteil fährt. Entlang der langen Payatas Road kann man (ab ca. 10min vor Ankunft an der Kirche) links und rechts an jedem Haus, und damit meine ich mehr eine Hütte aus einer Mischung aus Steinen, Wellblech und Pappe,  Müll sehen. Sei es in Tüten, Kartons, zusammengepresst und mit Paketband verschnürt oder aus Tonnen quellende Plastikflaschen, man kann ihm nicht entkommen... und wir „fahren nur vorbei“.
Doch selbst die letzten Minuten der Anreise bewahren einem nicht vor dem Kloß im Hals, wenn man vor einem der Hügel, mit Bäumen und Gras bewachsen, steht und realisiert, dass dieser Hügel nur aufgrund von Müll besteht, ja dass er nur aus Müll besteht.
Am Fuße dieser Hügel leben unzählige Menschen, und das in ständiger Gefahr, diese Hügel könnten explodieren. Man geht durch die Straßen und Gassen und sieht so viele Männer und Frauen, aber vor allem Kinder. Kinder mit zu großen oder zu kleinen oder gar keinen Schuhen die durch die Straßen oder die schmalen Gassen huschen. Kinder, die uns ein Lächeln schenken, das so häufig zahnlos ist, da die (Mund-)Hygiene nicht gewährleistet werden kann. Kinder, die keine andere Luft, als die von Müllgeruch getränkte Luft kennen. Kinder, die diesen Stadtteil noch nie verlassen haben und nicht wissen, wie schön diese Welt doch sein kann.
Diesen Kindern dürfen wir begegnen und helfen. Wir versammeln 100 Kinder an einem überdachten Basketballplatz und dürfen mit ihnen Zeit verbringen. Wir singen und tanzen mit ihnen, spielen Spiele und hören von Jesus. Wie schön es ist, ihnen sagen zu können, dass sie nicht vergessen wurden, dass sie gesehen und geliebt werden.
Unsere Kontaktperson vor Ort, Ruth, bereitet Spaghetti mit Tometensauce vor, ein Essenswunsch, der sich in den strahlenden Augen widerspiegelt, wenn sie ihr Essen in den Händen halten. Dazu gibt es Safttrinkpäckchen.
Zuletzt dürfen wir die Kinder mit einer kleinen Tasche ausstatten in der sich Zahnpasta und Zahnbürste, Seifen und Schulmaterial wie Scheren, Bleistifte, Kugelschreiber und Klebestifte und eine Packung Kekse befinden.