Es geht weiter

Am 21. August 2017 um 3 Uhr morgens konnten wir unsere Website, die Facebook-Seite und das Video veröffentlichen. Jeder von uns war erleichtert, ausgepowert und glücklich zugleich. Damit begann für uns alle eine spannende Zeit und gleichzeitig konnten wir sehen, dass ein weiterer großer Schritt geschafft war. Über viele Wochen hat Laura, mit tatkräftiger Unterstützung von Julian Burghoff, an unserer Website gearbeitet. Wir sind sehr dankbar über so viel Ermutigung, positiven Zuspruch, engagierte Werber, finanzielle und tatkräftige Unterstützung – praktisch und im Gebet. Gleichzeitig erreichten uns einige Fragen, zu denen ich mich am Ende des Blogeintrages äußern möchte. Wir sind dankbar für alle Anregungen, Fragen und Verbesserungsvorschläge und ich hoffe, alles genügend beantworten zu können. 
Wir danken jedem, der bereit ist, unser Projekt zu verbreiten und bekannt zu machen. Vom 23. August 2017 bis 29. August 2017 fand in Wermelskirchen die alljährliche Kirmes statt, auf der Sina, Eileen und Yannic Schubert sowie Carsten Konsen und Jan Logemann einen privaten Bierstand hatten. Jedes Jahr gehen 10% der Einnahmen plus sonstiger Spenden an ein gemeinnütziges Projekt. Dieses Jahr haben sie sich für Buhay entschieden und uns damit unheimlich unterstützt. An dieser Stelle gilt unser Dank auch der Firma Lorse und Bitburger, die uns mit ihrer Spende ebenfalls unterstützt haben.

Die Tüten mit Werbematerial wurden nach der Veröffentlichung also gepackt und auf die Reise gebracht, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. DANKE!
Einer der Werber ist Kevin Gedert – schaut mal auf seine Facebook-Seite vorbei: (https://www.facebook.com/trendtriffttradition/) Während ihr Haare und Bart in Form bringen lasst, könnt ihr euch über buhay informieren 🙂
Wie fasst man unsere Dankbarkeit für eure Unterstützung in Worte? Und wie wird man jedem Einzelnen mit Zuspruch gerecht? Fühlt euch also alle angesprochen. Ihr seid Teil dieses Projektes.
                                             
Am 03. September 2017 kamen wir als Gruppe zusammen und gründeten unseren Verein, sodass nun auch Spendenquittungen ausgestellt werden können. Wir hatten einen sehr gelungenen Abend und es tut unheimlich gut zu sehen, wie sich die Dinge fügen und Gestalt annehmen. Eure Ermutigung und Unterstützung trägt immens dazu bei. Oft kamen wir an Punkte an denen wir nicht weiterkamen oder Hilfe brauchten und plötzlich tauchte jemand auf, der uns weiterhalf oder uns die Arbeit abnahm.

  
Am 04. September 2017 saßen wir mit Anja Carolina Siebel vom rga zusammen, die uns sowohl vor unserer Reise, als auch während unseres Aufenthalts vor Ort begleiten wird. Uns liegt es sehr am Herzen, unsere Arbeit möglichst transparent zu gestalten und jedem Unterstützer so nah wie möglich zu zeigen, wie das Projekt abläuft und sich entwickelt.

https://www.rga.de/lokales/hueckeswagen/buhay-manilas-vergessene-kinder-8660330.html

Hier möchte ich noch einmal anmerken, dass die Dauer unseres Aufenthaltes noch völlig offen ist. Alles ist möglich und deshalb haben wir one way gebucht, um nichts einzugrenzen. Dass wir ab Januar endgültig auswandern – dieses Gefühl hat niemand von uns.

Neben Zeitungsartikeln planen wir regelmäßige Blogeinträge, Fotouploads sowie monatliche Videos über unsere Arbeit zu veröffentlichen. Weitere Artikel werden auch in der Bergischen Morgenpost veröffentlicht werden. Natürlich freuen wir uns auch sehr, Kontakt über Facebook und Instagram zu halten und dort die neusten Entwicklungen zu veröffentlichen.
 
Momentan sind wir dabei, unseren Stand auf dem Altstadtfest in Hückeswagen vorzubereiten. Dort werden Laura und Moritz vor Ort sein und freuen sich auf persönliche Begegnungen und die Möglichkeit über das Projekt ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig wird es kleine philippinische Gebäcke geben wie Cassava cake, Rice-Krispies Kekse, Botche-Botche. Monika und ich sind leider durch unsere Arbeit verhindert, aber wir werden als gesamtes Team beim Hüttenzauber vom 08. Dezember bis 10. Dezember 2017 vor Ort sein. 

   

 

Neben persönlichen Begegnungen und Gesprächen über unser Projekt, Vereinsgründung, Vorbereitungen für Altstadtfest, Hüttenzauber und andere Werbemöglichkeiten, kümmern wir uns um „alltägliche Reisevorbereitungen“ wie Impfungen, Versicherungen, Erlernen der Sprache und Sponsoren. Wir sind einfach unendlich dankbar für unser vielfältiges Team. Wir sind vier komplett unterschiedliche Charaktere mit ganz verschiedenen Stärken und Schwächen, sodass jeder seinen eigenen Bereich hat und die Schwäche des einen von der Stärke des anderen aufgefangen wird. Moritz und ich fragen uns immer wo wir ständen, würde Laura sich nicht so sehr in das Designen von Website, Flyern und Postern investieren. Während ich diesen Eintrag verfasse, merke ich wieder wie dankbar und erleichtert ich bin, dass ich alles zu Monika in Korrektur geben kann und sie alles mit bestem Wissen und Gewissen korrigieren wird. Zum Glück weiß ich Arbeitsbereiche wie Videos schneiden oder Instagram in Moritz Händen und kann diese einfach los- und werden lassen. Inmitten von allen Gesprächen, Treffen, Planungen, Emails und Gedanken erinnern wir immer wieder gegenseitig daran, uns selbst im Blick zu behalten. Daran zu denken, einen kühlen und klaren Kopf zu bewahren, ruhig zu bleiben, durchzuatmen, Spaß zu haben und abzuschalten. Im November werden wir vier ein Wochenende bei mir in Leer verbringen, an dem wir einfach als Team gemeinsam Zeit miteinander genießen wollen. Es ist unheimlich wichtig, dass jeder immer wieder auftankt, gestärkt wird und genug Kraft für die nächsten Schritte hat. Immer wieder rufen wir uns gegenseitig ins Gedächtnis, dass Gott uns hierhin gestellt hat und er sich kümmern wird. Er ist unsere Kraftquelle und unser Versorger. Ohne diese tiefe Überzeugung, diese tiefe Gewissheit und vor allem dieses Erleben wären wir niemals da, wo wir jetzt schon sein dürfen. 

 

 

 

Wie läuft das finanziell?

Uns war es sehr wichtig einen Verein zu gründen, in dessen Satzung verankert ist, dass 100% aller Spenden den Menschen vor Ort zugutekommen. Es ist verständlich, dass nach vielen Spendenskandalen viele Spender kritischer geworden sind und Sorge haben zu spenden, obwohl sie eigentlich bereit wären zu spenden beziehungsweise es ihnen sogar ein Herzensanliegen ist. Am Sonntag kamen alle Gründungsmitglieder zusammen und ich als Vorsitzende weiß ganz genau, dass sich jeder dieser Menschen leidenschaftlich und vollkommen vergütungsfrei in das Projekt investiert. Jeder Spender gibt sein Geld für das Leben der Filipinos. Über genaue Investitionen vor Ort werden wir Euch über Facebook, den Blog, die Website und monatliche Kurzvideos auf dem Laufenden halten. Wir wünschen uns, dass unsere Arbeit nahbar und fassbar für Euch wird.
Moritz und ich sind gerade dabei, einen privaten Sponsorenkreis aufzubauen und gleichzeitig unsere Rücklagen weiter auszubauen. Das Buhay Spendenkonto wird nicht für private Zwecke genutzt werden.

  

 

Ihr geht ohne eine Organisation? Wieso? Und wie wird das aussehen?

Noch bevor ich wusste wo es für mich hingehen wird und dass überhaupt irgendjemand meiner Freunde mich begleiten wird, legte Gott mir aufs Herz etwas Eigenes zu starten. Ich merkte, dass sich kein Gedanke an eine Organisation in mir festsetzte oder mich innerlich überzeugte. Ich spürte immer wieder diese Unruhe. Das lag keinesfalls an einer Organisation an sich (Mir wäre es vor allem zu Beginn viel lieber gewesen, mich einer Organisation anzuschließen. Natürlich wäre das auch für uns der leichtere Weg gewesen). Ich wurde immer wieder an den Gedanken erinnert, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.  Ich habe mich wirklich bei Organisationen beworben und erhielt die verrücktesten Begründungen wieso es nicht ginge. Ich spürte förmlich wie Gott mich anlächelte. Ich erinnere mich besonders an Zeilen einer Missionarin: „Es ist uns sehr schwer gefallen, diese Entscheidung zu treffen, weil wir gerne Verstärkung hätten, aber wir haben als Team beschlossen, dass wir die Einheimischen zur Selbsthilfe ausbilden wollen, ohne viel Unterstützung aus Deutschland. Wir haben als Team viel gebetet und diskutiert und sind uns sicher, dass Gott dir eigene Wege öffnen und ebnen wird.“  

Zuletzt sagte ich zu Gott:
 „Okay, pass auf: Ich habe das jetzt so verstanden, dass ich mich keiner Organisation anschließen soll und ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht wie ich es sonst machen soll.“
Bevor ich auch nur einen Ton über meine Vision verlor, hatte ich diese Frage: „Organisation – ja oder nein“ – über Wochen abgewägt und mit Gott diskutiert. Ich vertraute mich jemandem an, der vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation war wie ich und er sagte: „Wenn es wirklich Gottes Traum und Plan ist, der auf deinem Herzen ist, dann wird er ihn in deinem Leben verwirklichen, wenn Du dich darauf einlässt.“

An diesem Abend traf ich eine Entscheidung und ließ mich noch einmal bewusst darauf ein, auf Gottes Plan zu vertrauen. Es würde leider den Rahmen hier sprengen, alles zu schreiben was von dort an passierte. Doch die aktuelle Situation zeigt: Plötzlich sind wir ein Verein, stellen Spendenquittungen aus, haben Sponsoren und Werber – alles fügte sich wie von selbst und noch nie in unserem Leben waren wir uns so sicher auf dem richtigen Weg zu sein wie jetzt. Das ist ein unbeschreibliches, gleichzeitig unbezahlbares Gefühl und eine feste Sicherheit zugleich. Wir haben viel zusammengesessen, gebetet, überlegt wie wir es ab dem 09. Januar 2018 angehen lassen werden. Um es ein wenig abzukürzen:
Wir werden am 09.Januar 2018 um 20.55 Uhr von Frankfurt aus losfliegen und am 10. Januar 2018 um 19.00 Uhr in Manila landen. Dort werden uns Ariel, April und Jacob in Empfang nehmen. Wie es hierzu kam ist auch wieder eine grandiose Story für sich – dazu bald mehr. Wir freuen uns sehr, die beiden als Ansprechpartner und Freunde an unserer Seite zu haben. April unterrichtet in Rosario, ein Ort in dem Ariel Pastor ist. Jacob wohnt ebenfalls in Manila. Wir haben ihnen unsere Vision und unsere Projekte vorgestellt und dürfen mit vollster Unterstützung rechnen. Über weitere Entwicklungen und Vorhaben werden wir Euch nach und nach auf dem Laufenden halten. 

          
Ich kann nachvollziehen, dass der ein oder andere sich fragte, ob es nicht eventuell klüger oder leichter wäre, sich einer bestehenden Organisation anzuschließen. Der leichtere Weg wäre es auf dem ersten Blick sicher für uns gewesen – klar! Wir hoffen, dass ihr ein wenig Einblick gewinnen konntet und so einiges einordnen und nachvollziehen könnt. Wir sind unheimlich dankbar wie sich alles bis jetzt regeln und organisieren lässt. Wir danken allen Interessenten, Ermutigern, Helfern, Unterstützern und Beratern. Stück für Stück wird sich alles fügen – Wir freuen uns und sind unheimlich gespannt. 🙂 

 

                          

Comments.

  • Es ist sehr beeindruckend , wie Ihr von dem lebendigen Gott geführt werdet.
    Als Ermutigung möchte ich Euch folgende Worte aus der Bibel, dem immer noch lebendigen
    Wort Gottes, weitergeben.
    „Von der Zeit des Sonnenaufgangs bis zum Sonnenuntergang sei der Name des HERRN gelobt!
    Erhaben über alle Völker ist der HERR, seine Herrlichkeit überstrahlt den Himmel.
    Wer ist wie der HERR, unser Gott, der in der Höhe thront, der herabblickt auf alles,
    was im Himmel und auf Erden ist?
    Den Geringen, der im Staub liegt, richtet er auf; den Armen holt er heraus aus dem Schmutz.“ aus Psalm 113
    Als ich das vor einiger Zeit las, musste ich sofort an „buhay“ denken. Der HERR ist dabei,
    wenn ihr die Kinder aus dem Schmutz zu Euch holt.

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